Begleitende Programmpunkte

  • Bürgermeisterempfang im Festsaal des Wiener Rathaus, 3. Juni 2011, zusammen mit den Teilnehmern von ECOTS (Freitag 20.00 Uhr)
  • Konferenzparty im Palmenhaus, 4. Juni 2011, zusammen mit den Teilnehmern von ECOTS (Samstag 19.30 Uhr)
  • Programm für die Begleitpersonen, gemeinsam mit ECOTS organisiert

Das Wiener Rathaus

Das imposante Gebäude an der Wiener Ringstrasse wurde zwischen 1872 und 1883 nach den Entwürfen des Architekten Friedrich Schmidt (1825–1891) errichtet. Das Rathaus ist 152 m lang und 127 m breit und bei einer Grundfläche von 19.592 m² weist das Rathaus eine Gesamtnutzfläche von 113.000 m² auf. Die Rathausfassade ist ein herausragendes Beispiel für einen Profanbau der Neugotik, zeigt jedoch auch einzelne Elemente der Renaissance auf. Das Äußere, vor allem der 103,3 m hohe Turm, ist von der Tradition flämischer Rathäuser der Gotik inspiriert, um äußerlich an die mittelalterliche Tradition städtischer Freiheit anzuknüpfen. Der Grundriss mit sieben Höfen folgt eher der Konzeption barocker Paläste. Die Zuordnung des Gesamtgebäudes zur Neugotik ist daher mit Vorsicht zu verwenden. Die zahlreichen Räume des Wiener Rathauses beherbergen die Arbeitsräume des Bürgermeisters und den Rathaussaal in dem der Wiener Stadtrat tagt. Da Wien ein Bundesland und ein Stadt ist, bilden die Mitglieder des Stadtrates auch das Wiener Bundesparlament. Der Festsaal, in dem der Empfang stattfinden wird, ist das repräsentative Kernstück des Rathauses (siehe unten).

 

Der Rathausmann

Der eiserne Fahnenträger oben auf der Spitze des Wiener Rathauses ist allgemein als Rathausmann bekannt. Er wiegt 650 Kilogramm und ist 5,4 Meter hoch (inklusive der Fahne). Der Rathausmann hätte Probleme, bequemes Schuhwerk zu finden bei einer Schuhgröße von 63. Die Statue wird durch eine 800 Kilogramm schwere Stahlkugel gehalten, um auch bei Sturm aufrecht dazustehen. Trotzdem kann es zu Schwankungen bis zu 25 Zentimetern kommen. Der Rathausmann wurde vom Metallkünstler Alexander Nehr nach einem Modell von Franz Gastell gestaltet. Seit seiner Sanierung im Jahre 1984/1985 steht eine exakte Kopie des Fahnenträgers im Rathauspark gegenüber des Rathauses.

Der Arkadenhof und die Grossen Feststiegen

Mit einer Fläche von 2,804 qm ist der Arkadenhof einer der größten Innenhöfe Europas. Ein Erker an der Westwand erinnert an das ursprüngliche Projekt, eine Kapelle im Rathaus zu errichten. Von 5-Meter-Arkaden gesäumt, bietet der Innenhof einen festlichen Rahmen für eine Bandbreite von Veranstaltungen. Ein speziell konzipiertes Faltdach schützt die Besucher vor Wind und Regen.

Die zwei Feststiegen mit ihren breiten Treppenflügel und schmiedeeiserne Geländer werden in brilliante Lichteffekte der mehrfarbigen Maßwerkfenster getaucht. Wie im gesamten Gebäude wurden Steine aus verschiedenen Regionen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie verarbeitet. Das Mezzanin bietet die längste Garderobe Österreichs: im historizistischen Stil errichtet ist sie 50 Meter lang und bietet Platz für 1,700 Kleiderhaken.

 

Der Festsaal – Ort des Empfangs

Im späten 19. Jahrhundert gebaut, war der Festsaal der größte im ganzen Land – 71 Meter lang, 20 Meter breit und 18.5 Meter hoch. Die Decke wurde als tonnenartiges Gewölbe entworfen, mit netzartigen Zwischenräumen und erhöhten Querbalken als dekorative Elemente. Zahlreiche Arkaden und die Galerie-Loggia erwecken den Eindruck von weitem, luftigem Raum. Die Ecken beider Orchester-Nischen sind mit Relief-Porträts von vier großen Komponisten geschmückt: Mozart, Haydn, Gluck und Schubert. Die Beleuchtung erfolgt durch 16 Kronleuchter. Der Parkettboden wurde aus spezieller Eiche angefertigt, die Jahrhunderte in Hochland-Mooren bewahrt wurde, und wurde 1999 nach den Originalplänen rekonstruiert.

 

Das Palmenhaus und der Wiener Burggarten - Ort der Konferenz-Party

Das Palmenhaus im Burggarten wurde während der Historizismus-Epoche gebaut, in der Natur durch “urbane Grünflächen” ersetzt wurde. Außer der Zerstörung der Struktur, die ins Jahr 1698 zurückgeht, wurde zwischen 1823 und 1826 eine Orangerie von Ludwig von Remy, königlich und kaiserlicher Berater, sowie Vorstand des Hof-Bau-Aufsichtsrates, im Burggarten gebaut. Als Nachbildung des Schönbrunner Gewächshauses konzipiert, war die Orangerie ein klassizistisches Glashaus mit einer Länge von 130 Meter und diente ihrem ursprünglichen Zwecke bis zur Jahrhundertwende. 1901 abgerissen, wurde es durch ein “neues” Palmenhaus ersetzt, das vom Hofarchitekt Friedrich Ohmann entworfen wurde und kürzlich generalsaniert wurde. Das Palmenhaus ist ein spätes Beispiel der modernen Gewächshäuser – Architektur. In seinen frühen Jahren wurde es zu unterschiedlichen Zwecken genutzt, vom Wintergarten der Hofburg zum einfachen Blumen- oder Gewächshaus.

 

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